Inhalt
Vormittag – Grundlagen und Praxisbeispiele (8:30–12:00)
Einführung und Ausgangslage
- Risiken für KMU bei Ausfall der Inhaberperson (rechtlich, organisatorisch, finanziell)
- Typische Fallstricke aus der Beratungspraxis
- Überblick: KESB, Vollmachten, Organverantwortung
2. Patientenverfügung – medizinische und organisatorische Perspektive
- Relevanz für Unternehmer:innen
- Abgrenzung: Wer entscheidet wann?
- Praxise Beispiel: «Der Geschäftsführer nach Schlaganfall – was passiert in den ersten 48 Stunden?»
3. Vorsorgeauftrag – rechtliche Struktur und KMU-spezifische Ausgestaltung
- Vermögens-, Personen- und Rechtsverkehrsvertretung
- Unternehmensbezogene Ergänzungen (Zeichnungsrechte, Löhne, Verträge, IT, Bankvollmachten)
- Schlechte vs. gute Beispiele aus echten Fällen (anonymisiert)
- Psychologische Grundlagen: Verdrängung, Loyalität, Rollenverständnis in Unternehmerfamilien
→ Der Vormittag schafft einen klaren Wissensstand für alle – ideal bei heterogenen Vorkenntnissen.
Nachmittag – Simulationen, Anwendung und Vertiefung (13:00–16:30)
4. KMU-Notfallsimulation «Der Ausfall» um 09:17 Uhr
- Rollenspiel 1 – Der Unternehmer fällt um 09:17 Uhr aus (Notfallsimulation)
- Eine realistische Live-Simulation:
- IT, Löhne, Verträge – was blockiert sofort?
- Wer darf handeln? Wer darf nicht?
- Sofortmassnahmen vs. KESB-Eingriff
→ Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen und entscheiden unter Zeitdruck.
5. Psychologische Dynamiken in der Nachfolge – Mini-Intervention
- Rollenspiel 2 – «Familienkonferenz zur Nachfolge» Loyalitäten, Geschwisterrollen, Erwartungen
- Gleichbehandlung vs. Gerechtigkeit – das Dilemma bei Familienunternehmen
- Kurz-Analyse einer fiktiven «Familienkonferenz»
6. Check-up-Element: Audit der eigenen Situation
- Der Check-up ist kein Vortrag, sondern eine geleitete Selbstanalyse.
- Die Teilnehmenden prüfen in 15–20 Fragen ihre eigene Firma, ihre Kund:innen-Situationen oder ihre persönliche Vorsorge.
- Kurzfragebogen für KMU-Vorsorge und Unternehmenssicherung
- Transfer in den eigenen Berufsalltag / Kund:innen
7. Abschluss-Session
- Wichtigste Do’s und Don’ts
- Handlungsempfehlungen für Berater:innen
- Raum für Fragen
Zielpublikum
Zielgruppe umfasst Fachleute aus den Bereichen Treuhand, Accounting und Wirtschaftsprüfung sowie Verantwortliche in KMU, Vertreter von Family Offices und Fachleute aus Rechts- und Compliance-Funktionen.
Weiterbildungsanerkennung
TREUHAND|SUISSE: 8 Stunden, EXPERTsuisse: 8 Stunden, 8 CPE-Punkte